Politik muss verständlich sein

„Politik muss verständlich sein“ 

FDP will mit mittel- und langfristigen Perspektiven für Schwerin bei der Kommunalwahl punkten 
Autor: Christian Koepke (SVZ)


Schwerin 
Die FDP will den Blick in die Zukunft richten, mittel- und langfristige Perspektiven für Schwerin entwickeln, um bei der Kommunalwahl im Mai zu punkten. „Wie soll die Stadt im Jahr 2050 aussehen? Diese Frage treibt uns um“, sagt Spitzenkandidat Christoph Richter. Und die Perspektive für die FDP? „Eine Fraktion in der Stadtvertretung zu haben, wäre schön“, sagt Richter, der zurzeit allein die Fahne der Liberalen im Kommunalparlament hochhält. 

Christoph Richter, 31 Jahre alt und Projektmanager bei einer Werbeagentur, führt eine Liste mit insgesamt zwölf Kandidaten an. Politische Neulinge sind dabei, aber auch erfahrene Bewerber wie Gerd Güll, der für die FDP schon mal in der Stadtvertretung saß. 
Ansatzpunkte kennt die FDP: In vielen Bereichen hangele sich die Stadt von Ausnahmegenehmigung zu Ausnahmegenehmigung, es würde reagiert statt agiert, es seien durch falsche Weichenstellungen soziale Brennpunkte geschaffen. „Das wollen wir ändern“, sagt Güll. 
Ein wichtiges Stichwort: Bildung. Die FDP wolle beispielsweise eine Schulentwicklungsplanung, die die Bedarfe über einen längeren Zeitraum wirklich in den Blick nehme, betont Güll. Ein weiteres Stichwort: Städtebau. Wer etwas gegen die Segregation in der Stadt unternehmen wolle, dürfe nicht allein auf sozialen Wohnungsbau setzen. „Es muss uns auch gelingen, den Dreesch wieder attraktiver für die Mittelschicht zu machen“, so Güll. 
Politik auf kommunaler Ebene solle für die Bürger wieder transparenter und verständlicher werden, unterstreicht Christoph Richter. Die FDP trete deshalb auch für eine schlanke und bürgerfreundliche Verwaltung ein. „An vielen Stellen lassen sich die Abläufe noch verbessern“, so Richter. Zugleich appelliere seine Partei auch an die Eigenverantwortung der Menschen, setze auf den mündigen Bürger, der sich einbringen und bei politischen Debatten mitdiskutieren wolle. 
Ein Zukunftsfrage ist für die FDP die Verschuldung der Stadt. „Wir brauchen einen Fahrplan, wie Schwerin von dem Schuldenberg herunterkommt“, sagt Gerd Güll. Dabei sei für die Liberalen auch klar, dass sich das Land stärker als bisher finanziell zu seiner Hauptstadt bekennen müsse. 
Mit Sachargumenten will die FDP um Wählerstimmen kämpfen, gerade bei jungen Wählern punkten. „Wir kämpfen für eine starke liberale Stimme in Schwerin“, sagen Christoph Richter und Gerd Güll.